Hier ist der umgeschriebene Nachrichtenartikel:
Es ist die Art von Entdeckung, die Eltern erschaudern lässt: In Produkten, die eigentlich für unbeschwerte Stunden und kreatives Spielen gedacht sind, haben die Experten der Stiftung Warentest erneut Asbest entdeckt. Doch nicht nur in Bastelmaterialien für Erwachsene, sondern auch in Spielsanden für Kinder. Eine erschreckende Nachricht, die uns alle angeht, denn die Exposition gegenüber diesen faserigen Mineralen kann gravierende gesundheitliche Folgen haben.
Heimliche Gefahr in bunten Körnern
Sechs von achtzehn untersuchten Spiel- und Bastelsanden fielen im Test durch. Darunter Produkte bekannter Marken wie Heku, Deco, idee Creativmarkt, Pei You, Sablimage und Moses. Besonders alarmierend: Der Dekosand dunkelblau von Heku wies die höchste Belastung auf. „Wer einen der betroffenen Sande zu Hause hat, sollte ihn sofort sicher verschließen und nicht mehr anfassen“, mahnt Reiner Metzger von der Stiftung Warentest. Die gute Nachricht vorweg: Normaler Sandkastensand für den Außenbereich scheint laut den Testern nicht betroffen zu sein. Doch gerade im trockenen, losen Zustand können solche kontaminierten Sande leicht gesundheitsschädliche Fasern freisetzen. Ein Risiko, das gerade bei Produkten für Kinder nicht eingegangen werden darf.
Was tun, wenn der Verdacht besteht?
Die Stiftung Warentest rät zur Vorsicht und empfiehlt, betroffene Produkte umgehend zu entsorgen. Dabei ist äußerste Sorgfalt geboten: Beim Umgang mit offenen Verpackungen sollten unbedingt eine FFP2-Maske und Handschuhe getragen werden. Um die Staubentwicklung zu minimieren, empfiehlt es sich, den Sand vor dem Wegwerfen leicht anzufeuchten. Die Entsorgung sollte dann doppelt verpackt im Sondermüll erfolgen. Wichtig ist auch: Oberflächen, die mit dem Sand in Berührung kamen, nur feucht abwischen. Keinesfalls sollte ein Staubsauger zum Einsatz kommen, da dies die Asbestfasern unnötig aufwirbeln und verteilen würde. Die Hersteller wurden über die Funde informiert und haben die betroffenen Produkte bereits aus dem Handel genommen.
Diese Entdeckung reiht sich ein in eine Serie von Rückrufen wegen möglicher Asbestbelastung. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt ebenfalls und gibt Ratschläge, wie man betroffene Produkte erkennt und sicher entsorgt. Angesichts der nachweislich krebserregenden Wirkung von Asbest – seine Verwendung in Deutschland ist seit 1993 verboten – ist die Wachsamkeit von Verbrauchern und Herstellern wichtiger denn je.
📰 Source: Spiegel