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Collien Fernandes bricht im “Kölner Treff” ihr Schweigen – Vorwürfe gegen Ex-Mann Christian Ulmen werden deutlicher

hooulra
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Es sind Worte, die unter die Haut gehen. In der WDR-Talkshow “Kölner Treff” am vergangenen Freitag rang Collien Fernandes sichtlich um Fassung, als sie über die Demütigung sprach, die sie seit Jahren im Internet erleidet. Die Moderatorin und Schauspielerin kämpft seit Jahren gegen unbekannte Täter, die unter ihrem Namen gefälschte Profile erstellt und pornografisches Material verbreitet haben, das sie angeblich zeigt. Nun scheint sie der Wahrheit näher zu sein als je zuvor.

Ein jähes Erwachen in der virtuellen Welt

„Ich war mit jemandem essen, der mir eine vermeintliche Konversation mit mir gezeigt hat“, erzählte Fernandes im Gespräch mit Moderator Micky Beisenherz. Erst durch dieses Treffen erfuhr sie, dass sich seit Jahren jemand unter ihrem Namen in den sozialen Medien bewegte. Da sie selbst seit einiger Zeit kaum noch online aktiv war, blieb ihr das Treiben lange verborgen. Was folgte, beschrieb sie als immer offensiver werdend: Es gipfelte in Telefonsex, dem Versand von Nacktfotos und Videos, die angeblich intime Momente festhalten sollten. Die erschütternde Erkenntnis: Diese Konversationen fanden offenbar mit mehreren Männern statt, die aus ihrem privaten und beruflichen Umfeld stammen sollen. „Als ich das dann gesehen habe, war das total heftig für mich“, gestand sie unter Tränen.

Schwere Vorwürfe und die Suche nach der Wahrheit

Die Andeutungen, die Fernandes im “Kölner Treff” machte, gewannen am Donnerstag an Brisanz. In einem Interview mit dem Spiegel erhob sie schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann, Christian Ulmen. Sie hat ihn wegen sogenannter virtueller Vergewaltigung und mehrerer weiterer Straftaten angezeigt, darunter Anmaßung des Personenstands, Beleidigung und Körperverletzung im familiären Nahbereich. Sie sei überzeugt, dass Ulmen hinter den erfundenen Gesprächen steckt. Fernandes betonte, wie glaubwürdig die gefälschten Profile wirkten, was die ganze Angelegenheit noch schlimmer mache. Auf die direkte Frage von Rebecca Mir, ob sie herausgefunden habe, wer dahinterstecke, seufzte Fernandes und nickte nur. Die rechtlichen Schritte bezeichnete sie als „schwieriges Thema“ und nutzte die Gelegenheit, um erneut auf die Notwendigkeit einer Identifizierungspflicht im Internet und die Gesetzeslücken bei Deepfakes hinzuweisen.

Während die Vorwürfe nun öffentlich im Raum stehen, schweigt Christian Ulmen bislang. Seine Anwälte haben sich jedoch bereits zu Wort gemeldet und die Berichterstattung als rechtswidrig bezeichnet. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Angelegenheit weiterentwickelt und welche Konsequenzen die Enthüllungen von Collien Fernandes nach sich ziehen werden. Die Debatte über Online-Identität und die Folgen von Cyberkriminalität wird durch diesen Fall weiter angeheizt.


📰 Source: T-Online