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Rom: Der Weg zu Gott ist ein Marathon – für den Kardinal von Algier

hooulra
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Der Weg zu Gott ist ein Marathon – für den Kardinal von Algier

Rom – Wenn an diesem Sonntag der Startschuss zum internationalen Marathon in Rom fällt, wird ein ganz besonderer Läufer das Starterfeld anführen: Kardinal Jean-Paul Vesco. Der Erzbischof von Algier, ein gebürtiger Franzose, hat sich unter die Tausenden von Teilnehmern gemischt, die sich durch die ewige Stadt kämpfen werden. Eine ungewöhnliche Teilname für ein Kirchenoberhaupt, doch für Vesco ist es weit mehr als nur ein sportliches Event. Es ist ein Ausdruck seines Glaubens und seiner Verbundenheit mit den Menschen.

Ein Mann mit Ausdauer – im Glauben und auf der Strecke

Kardinal Vesco ist kein Neuling auf der Langstrecke. Seit Jahrzehnten ist der Dominikaner ein passionierter Läufer und absolvierte seinen ersten Marathon bereits 1989. Seine Ernennung zum Kardinal durch Papst Franziskus Ende 2024 hat seinem Engagement für die Menschen und seinen Glauben noch mehr Gewicht verliehen. Nur einen Tag vor seinem Startschuss feierte Vesco in der historischen Kirche Santa Maria in Aracoeli einen Gottesdienst für alle Mitlaufenden. Ein Zeichen dafür, dass für ihn Glaube und körperliche Anstrengung untrennbar miteinander verbunden sind.

Mehr als nur ein Lauf – ein Zeichen der Hoffnung

Die Teilnahme des Kardinals am Rom-Marathon ist mehr als nur eine sportliche Leistung. Sie ist ein starkes Symbol. Vesco, der Mitte April Papst Franziskus auf dessen erster Afrikareise in Algier empfangen wird, zeigt damit eine Brücke zwischen den Kulturen und Religionen. Sein Lauf durch die Straßen Roms sendet eine Botschaft der Solidarität und der Hoffnung. Er demonstriert, dass der Weg zum Glauben oft ein langer und anspruchsvoller ist, aber auch, dass man ihn mit Ausdauer, Hingabe und Gemeinschaft meistern kann. Ein Marathonläufer im Gewand eines Kardinals – eine inspirierende Figur, die zeigt, dass Glaube auch im Laufen seinen Ausdruck finden kann.


📰 Source: Spiegel